Vanessa Anneliese Petruo, geboren am 23.10.1979 in Berlin, war nicht von Anfang an der geborene Star. In jungen Jahren stotterte und lispelte sie noch sehr stark, doch ihr Vater, Synchronsprecher, trainierte mit Vanessa zusammen diese Schwäche weg.
Mit sieben Jahren nahm Vanessa erfolgreich an einem Synchronisationscasting teil und wurde auf Anhieb für die Rolle genommen. Und viele mehr sollten folgen. Das Geld, welches sie durch diese Jobs verdiente, verwendete sie mit 12 Jahren für den ersten Gesangsunterricht. Mit ihren Gesangskentnissen trat sie zukünftig in der damaligen Latinobar Ihrer Mutter Mercedes, halb Spanierin/halb Peruanerin auf.

Mit 17 lernte Vanessa beim Musiksender VIVA, bei dem sie aufgrund eines Moderationscastings war, Bernd Klanke kennen. Von Anfang an war er begeistert von ihrer Stimme und schon bald nahmen die beiden zusammen die ersten Songs auf. In der daraus resultierenden Gruppe "Still" nahm Vanessa Lieder wie "Still depending" oder auch "He makes me" auf. Jedoch blieb diese musikalische Zusammenarbeit von Vanessa und Bernd erfolglos im Bezug auf die Plattenfirmen und Vany widmete sich schon bald wieder ihrer schulischen Laufbahn.

1999 bestand sie auf dem katholischen "Liebfrauen"-Gymnasium in Berlin ihr Abitur und setzte ihr Leben fort durch ein Publizistikstudium und verschiedene Praktika bei MTV und N24.

Am 03.09.2000 fuhr Vanessa durch die Straßen von Berlin, mit der eigentlichen Idee, mit ihrer kleinen Schwester neue Jeans zu kaufen, als sie im Radio vom "Popstars"-Casting erfuhr. Ein Blick aus dem Fenster ließ sie erkennen, dass sie, wie der Zufall es wollte, direkt vor dem Hotel stand, in dem das Casting stattfinden sollte. In einer Wette mit sich selbst machte sie aus, dass wenn sie einen Parkplatz finden würde, sie an dem Casting teilnehmen wird. Und das tat sie. Mit Bravour, wie sich nach den Anstrengungen herausstellte. Vanessa flog nicht nur mit zum Workshop nach Mallorca, sondern schaffte den Sprung in die Band. Über Nacht entwickelte sich ein riesiger Hype um die "No Angels", die erste deutsche Band, die aus einem öffentlichen Fernsehcasting hervorging, und so schossen sie mit ihrer Debütsingle "Daylight (in your eyes)" für sechs Wochen von 0 auf Platz 1. Das Album "Elle'Ments" folgte, platzierte sich ebenfalls sofort auf der Poleposition der Charts und nach zwei weiteren Singles ging die Gruppe auf große "Rivers Of Joy"-Tour. Nach einer kurzen Winterpause bewiesen Vanessa, Nadja, Sandy, Lucy und Jessica den Kritikern, welches Potenzial in ihnen steckte: "Something about us", wieder fünf Wochen lang auf Platz 1 der deutschen Singlecharts, stammte aus Vanessas Feder. Nach dem weiteren Nr.1-Album "Now... US!" folgte ein Singlefeaturing mit Mousse T. und ein großes Big Band-Konzert im Berliner Tränenpalast, für das die eigenen Songs extra neu arrangiert wurden. Auf der zweiten großen Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz, diesmal unter dem Motto "4 Seasons", stellte Vany "Since I found you" als ihren Solosong vor, in dem es um ihre Gefühle für die anderen vier Mädels ging. Vor dem dritten Jahr der Bandgeschichte verlässt Jessica die Band und geht in Mutterschaftsurlaub, doch das sollte die Erfolgsspur der Gruppe nicht beeinflussen: nach einer weiteren Platz 1-Single folgte das Album "Pure", auf dem gleich zwei selbstgeschriebene Tracks von Vanessa Platz fanden: "Sister" und "Ten degrees", ihr Solosong. Doch kaum war auch dies wieder an der Spitze der Charts gelandet und die nächste Singleauskopplung in den Startlöchern, gab die Gruppe am 7. September 2003 ihr vorläufiges Ende bekannt und verabschiedete sich mit einer Abschiedssingle und zwei letzten Konzerten noch einmal in Originalbesetzung von ihren Fans. Der Stress und der Druck des Starseins war den Vieren zu stark geworden, zuletzt waren immer wieder Bandmitglieder krank gewesen oder litten wie Vanessa an extremen Schlafstörungen. Insgesamt verkauften die "No Angels" in drei Jahren Bandgeschichte über 5 Millionen CDs und gewannen sämtliche Musikpreise, die es in der Musikbranche zu gewinnen gibt, wie zum Beispiel mehrere Male den Echo, den MTV Europe Music Award, den BRAVO Otto, die Einslive Krone oder den Bambi, um nur einige Auszeichnungen zu nennen.

Nach Beginn des neuen Jahres 2004 fing Vanessa an, bei ihrer Plattenfirma Cheyenne in München zu arbeiten, um das Leben hinter den Kulissen der Musikkarriere kennen zu lernen. Als Unterstützung für andere Künstler wie Bro'Sis und die Preluders wählte Vanessa sorgsam Songs aus, bis sie selbst im März wieder begann, ins Studio zu gehen und Songs aufzunehmen. Auch bei diesen Songs strahlte Vanessa wieder mit ihrem Talent, dem Songwriten, und so stammt auch die Single "Dramaqueen" welche am 26. April 2004 erschien, aus ihrer Feder. "Dramaqueen" schoss prompt auf Platz 11 der deutschen Singlecharts und Vany ging auf ausgiebige Promotiontour: sie spielte im Sommer 2004 einige Festivalgigs mit ihren Tänzern und einigen Songs aus ihrem kommenden Debütalbum. Im August begann Vany dann mit einer Erfahrung der neuen Art: nach mehreren kleinen Auftritten in kleineren TV-Produktionen spielte sie zum ersten mal eine Hauptrolle im deutschen TV, die Rebecca Winter in der RTL Produktion "Wilde Engel". Durch die aufwändigen Dreharbeiten, welche bis Mitte November 2004 andauerten, musste Vanessa die Arbeit an ihrer 2. Single und ihrer ersten Solo-LP auf das Frühjahr 2005 verschieben.

Während nun im April und Mai 2005 die vier "Wilde Engel"-Folgen über die Bildschirme laufen, wechselt Vanessa ihre Plattenfirma und verbringt wieder viel Zeit im Studio, sodass sie sich im September endlich wieder musikalisch meldet: in acht deutschen Clubs stellt Vanessa ihr Debütalbum "Mama Lilla Would" vor, das sie erstmals als "Vanessa pur" bezeichnet.